VPS - Anmeldung und Verwaltung


Virtuelle Privatserver (VPS) richten sich an Anwender, die volle Kontrolle über Ihren Server haben möchten, die Rechenleistung eines eigenen physischen Servers und die Benutzer-Anmeldung direkt am Server (wie das bei Anwendungsservern der Fall ist) nicht benötigen. In der Regel werden virtuelle Privatserver für Dienste und Software-Anwendungen genutzt, die lückenlos über eine eigenständige IP-Adresse erreichbar sein müssen.

Falls Sie einen gesonderten virtuellen Server benötigen aber dessen Verwaltung den erfahrenen Administratoren von ACTIVE 24 überlassen möchten, wählen Sie aus unserem VMS-Angebot (Virtuelle Managed Server) die passende Lösung aus.

Einen VPS-Server erhalten Sie mit garantierten RAM-Ressourcen, vollem System-Zugriff (root) und einem vorinstallierten Betriebssystem, das Sie bei der Bestellung auswählen. Zur Auswahl steht Ihnen eine Reihe von Linux-Distributionen, nach Wunsch auch eine Windows-Version. Das System enthält grundsätzlich nur das Minimum an vorinstalliertem Software. Sie können es nach Ihren Bedürfnissen konfigurieren. Der Fernzugriff auf den Server erfolgt über das Remote Desktop oder die SSH-Konsole. Über unser Kundencenter können Sie Ihren Server neustarten, herunterfahren, starten, anhalten und auf den Ausgangszustand zurücksetzen. Die VPS-Server werden bei uns täglich gesichert. 

Hinweis: Um den Server vor Missbrauch zu schützen sind Ihrerseits angemessene Sicherheitsvorkehrungen erforderlich. Innerhalb weniger Stunden könnten Sie sonst Ihren Zugriff auf den Server durch Bots-Angriffe verlieren. Wählen Sie unbedingt ein starkes Passwort und schützen Sie den Server-Zugriff durch eine Firewall.

 


Lizenzbedingungen für VPS-Server

Der Betrieb von virtuellen Privatservern (VPS) unterliegt außer den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von ACTIVE 24, s.r.o. folgenden Bedingungen:

  1. ACTIVE 24 ist verantwortlich für den ordnungsgemäßen Betrieb des VPS-Servers und seine Konnektivität. ACTIVE 24 ist verantwortlich für das Betriebssystem oder Anwendungen, die ein fester Bestandteil des bestellten VPS-Servers sind. ACTIVE 24 ist nicht verantwortlich für die Inhalte auf dem VPS-Server, für die korrekte Lizenzierung des verwendeten Betriebssystems oder der betriebenen Anwendungen. Sollte das Betriebssystem durch den eigenmächtigen Eingriff des Kunden beschädigt werden, kann es über das ACTIVE 24 - Kundencenter neu eingerichtet und somit auf die Werkeinstellungen zurückgesetzt werden. 
  2. Die auf einem VPS-Server betriebenen Anwendungen stehen vollständig unter der Verwaltung des Kunden. ACTIVE 24 ist für deren einwandfreien Betrieb weder verantwortlich noch überwacht er sie.  
  3. ACTIVE 24 sichert den VPS-Server regelmäßig, kann jedoch die Konsistenz auf diese Weise gesicherter Daten nicht garantieren. Insbesondere die Datenbank-Sicherungen und andere binäre Daten können inkonsistent sein. Sind die Daten auf dem Server äußerst wichtig, müssen sie direkt vom Kunden regelmäßige gesichert werden. Zu diesem Zweck kann ein FTP-Account genutzt werden.
  4. Der Kunde ist verpflichtet seinen VPS-Server gegen Missbrauch durch Dritte zu schützen. Vor allem muss der Administrationszugang zum Server durch ein starkes Passwort (oder einen Schlüsselcode), idealerweise auch durch eine Firewall, beschränkt auf die Arbeits-IP-Adressen gesichert werden. Sollte es zum Missbrauch des Servers durch Dritte kommen (z.B. Spamverbreitung, Phishing-Angriffe, Beteiligung an Botnetzen, Angriffe auf Webserver u.ä.), ist der Kunde verpflichtet sich an der umgehenden Einstellung dieser Server-Aktivitäten zu beteiligen, bzw. die schädigenden oder rechtswidrigen Serverinhalte sofort zu entfernen. In solchen Fällen ist ACTIVE 24 berechtigt den Betrieb der betroffenen Dienste einzuschränken (z.B. den Serverbetrieb zu blockieren oder direkt in die Serverinhalte einzugreifen). Sollte der Kunde an der sofortigen Problemlösung nicht zusammenarbeiten, kann der komplette VPS-Betrieb eingestellt werden.
  5. Die Wartungsarbeiten an den physischen Servern werden vorrangig so durchgeführt, dass der ununterbrochene VPS-Betrieb gewährleistet wird. Sollte es unmöglich oder ineffektiv sein, kann ACTIVE 24 den VPS-Server stilllegen und anschließend wecken oder neu starten. Solche Wartungsarbeiten finden stets außerhalb der Hauptbetriebszeiten statt (in der Regel nachts) und falls nicht vorher anders angekündigt, dauern nicht länger als 30 Minuten. Aus diesem Grund müssen die auf dem Server betriebenen Anwendungen vom Kunden so eingestellt werden, dass sie nach einem eventuellen Neustart des Servers problemlos von alleine anlaufen.

Spezifika der Linux VPS-Server


Bei linuxbasierten VPS wird die Virtualisierungsplattform "OpenVZ" eingesetzt, daraus ergeben sich die spezifischen Server-Eigenschaften.  

Es gibt eine breite Reihe von Linux-Distributionen. Die wichtigsten stehen Ihnen bei der Bestellung zur Auswahl. Sollte Ihre gewünschte Distribution nicht darunter sein, wäre die einmalige Vorinstallation einer beliebig anderen Distribution nach Vereinbarung möglich.

Der Betriebssystem-Kernel ist für alle VPS gleich. Das hat den Vorteil, dass Sie sich nicht um dessen Aktualisierungen kümmern müssen, dafür sorgen die Administratoren von ACTIVE 24. Der Nachteil besteht darin, dass Sie ihn nicht modifizieren können und einige Kernel-Funktionen im Rahmen von VPS eingeschränkt werden können (z.B. Iptables sind auf die Grundfunktionen beschränkt). Bei einer Aktualisierung des Kernels muss selbstverständlich der physische Server neu gestartet werden. In diesem Fall wird der VPS-Server bei laufendem Betrieb entweder auf einen anderen physischen Server migriert oder nachts stillgelegt und nach dem Neustart wieder reaktiviert, dabei werden der letzte Stand und Uptime beibehalten. Ungeachtet dessen empfehlen wir die Dienste auf dem VPS so einzustellen, dass sie nach einem eventuellen Neustart von alleine problemlos anlaufen, denn eine Ausnahmesituation, bei der die VPS-Server tatsächlich neu gestartet werden müssen, nicht ausgeschlossen werden kann.

Auf den VPS-Servern lassen sich OpenVPN oder IPSEC im Rahmen von NETKEY betreiben. Der Einsatz von KLIPS wird nicht unterstützt. Für den VPN-Betrieb können zusätzliche VPS-Konfigurationen erforderlich sein. Bei Bedarf setzen Sie sich diesbezüglich mit unserem Support in Verbindung.

Außer der Speichergröße, der Rechenleistung und des Festplattenplatzes können bei der Virtualisierung weitere, nicht direkt bei der Bestellung wählbare Parameter konfiguriert werden. Nachfolgend führen wir die wichtigsten Parameter auf, die je nach Modell eingestellt werden:

                            Standard          Profi	        Premium
 Anzahl der Dateien:	    300.000	    600.000	      1.200.000
 Gleichzeitige Prozesse:	300	        600	           1200

Sollten Ihnen die Parameter aufgeführter Pakete oder die OpenVZ-Virtualisierung nicht passen oder falls Sie leistungsstarke SSD-Festplatten, gegebenenfalls nur Ihnen zugewiesene, physische Festplatten verwenden möchten, können wir Ihnen eine maßgeschneiderte Server-Lösung mit der XEN-basierten Virtualisierung anbieten, die wir sonst bei unseren Managed Servern verwenden. In diesem Fall hätten Sie keine direkte Server-Verwaltung über unser Kundencenter. Um all Ihre Server-Anliegen kümmern sich unsere Administratoren direkt.